Studio LCB mit Helmut Böttiger und Norbert Niemann

Lesung: Helmut Böttiger und Norbert Niemann
Gesprächspartner: Sigrid Löffler und Klara Obermüller
Moderation: Denis Scheck

Was bleibt? Diese Frage ist fast so alt wie die Literatur selbst; längst haben Autoren, Kritiker und Literaturhistoriker vielfältige Strategien entwickelt, ihr auszuweichen oder sie als überholt, irrelevant oder erst von fernen Zukünftigen beantwortbar erscheinen zu lassen. Nach den aufgeregten Debatten der letzten Jahre um einen neuen Literaturkanon bemühen sich nun gleich zwei Projekte darum, mutig Orientierung im unübersichtlichen Dschungel der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1945 zu schaffen: der Literaturkritiker Helmut Böttiger legt mit »Nach den Utopien« eine Geschichte der Gegenwartsliteratur vor, und der Schriftsteller Norbert Niemann hat zusammen mit dem Journalisten Eberhard Rathgeb unter dem Titel »Inventur« ein »Deutsches Lesebuch 1945-2003« herausgegeben. »Die jungen Schriftsteller des vereinten Deutschland … werden immer professioneller«, konstatieren Niemann/Rathgeb. »Sie operieren nicht mehr nur als selbstbewußte Künstler an der Peripherie der Gesellschaft wie in den achtziger Jahren, sondern sie erfüllen ganz die Ausbildungsanforderungen zum Medienexperten«. Und Helmut Böttiger fragt: »Was macht, unter diesen Voraussetzungen, das zeitgenössische Schreiben aus? Worin besteht seine Unverwechselbarkeit? Welche Sprache, welche Formen stehen dafür zur Verfügung?« Helmut Böttiger und Norbert Niemann diskutieren mit den Literaturkritikerinnen Sigrid Löffler und Klara Obermüller.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 31. Januar 2004, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

28.01.04

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Denis Scheck, Helmut Böttiger, Klara Obermüller, Norbert Niemann, Sigrid Löffler

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