Studio LCB mit Feridun Zaimoglu

Lesung: Feridun Zaimoglu
Gesprächspartner: Vedat Çorlu, Gisa Funck und Iris Radisch
Moderation: Denis Scheck

»Es wurde dunkel, es wurde hell, dann aber starb ich.« So beginnt der neue Roman des 1964 in Anatolien geborenen, heute in Kiel lebenden deutschen Erzählers Feridun Zaimoglu. »Liebesbrand« heißt diese Geschichte der Suche nach einer Frau, die engelhafte Züge trägt, eine Geschichte, in der Feridun Zaimoglu die autobiographische Erfahrung eines fast tödlichen Autounfalls in der Türkei verarbeitet. In Büchern wie »Kanak Sprak«, »Abschaum« und »Koppstoff« hat Zaimoglu den Jargon von Migrantenkindern der zweiten und dritten Generation literarisch festgehalten – inwiefern diese Sprache wirklich dokumentiert oder nicht vielmehr schlicht erfunden war, darüber darf man streiten. Seither gilt Feridun Zaimoglu jedenfalls als Spezialist für die Problematik eines Lebens zwischen den Welten von deutscher Moderne und türkischer Tradition. Es folgten die Romane »Liebesmale, scharlachrot« und »German Amok«, die in der Jetztzeit spielten, und 2006 dann der große Roman »Leyla«, in dem Feridun Zaimoglu aus der Perspektive eines Mädchens die Geschichte einer türkischen Familie aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und ihrem Hin- und Hergerissensein zwischen Tradition und Moderne erzählte. Im LCB wird Feridun Zaimoglu einige Passagen aus seinem neuen Roman »Liebesbrand« lesen und im Gespräch mit den Literaturkritikerinnen Gisa Funck und Iris Radisch sowie seinem türkischen Übersetzer Vedat Çorlu über Deutschland und die Türkei und den Transfer von Leben in Literatur diskutieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 26. April 2008, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/freq/

15.04.08

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Denis Scheck, Feridun Zaimoglu, Gisa Funck, Iris Radisch, Vedat Çorlu

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