Studio LCB mit Felicitas Hoppe

Lesung: Felicitas Hoppe
Gesprächspartner: Valentin Gröbner und Felicitas von Lovenberg
Moderation: Denis Scheck

»Die Wahrheit, was ist das?« fragt Felicitas Hoppe in ihrem neuen Roman »Johanna«. Es geht darin um Jeanne d’Arc, die Frau des Jahrtausends, wie sie ein Historiker einmal nannte, eine Gestalt, die über Jahrhunderte hinweg als Projektionsfläche für die Sehnsüchte und Erlösungserwartungen keineswegs nur der französischen Nation diente: ob als Hure, Hexe oder Heilige, Terroristin oder religiöse Visionärin: das mittelalterliche Bauernmädchen, das Stimmen hört und sich zur Rettung des Vaterlands an die Spitze eines Heeres stellt, hat die Phantasie unzähliger Autoren beschäftigt – keineswegs nur die von Historikern, sondern auch die von Schriftstellern, wie Schiller, Shaw oder Brecht. Felicitas Hoppe hat dafür nicht die Form des historischen Romans gewählt. Ihre Ausgangsfrage – »Worauf kommt es in der Geschichte an? Nicht darauf, daß man Geschichten erzählt, sondern wie man Geschichte macht, wenn man erzählt« – hat sie zu einer ganz eigenen zeitgenössischen Form geführt. In der Lesung und im Gespräch mit der Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg und dem Historiker Valentin Gröbner wird es um die reale Person Jeanne d’Arc und ihre Spiegelungen in der Literatur und im Kino gehen.

In Zusammenarbeit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 28. Oktober 2006, 20.05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

12.10.06

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Denis Scheck, Felicitas Hoppe, Felicitas von Lovenberg, Valentin Gröbner

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