Studio LCB mit Eugen Ruge

Lesung: Eugen Ruge
Gesprächspartner: Eva Menasse und Gregor Gysi
Moderation: Maike Albath

»In Zeiten des abnehmenden Lichts« ist ein spätes Debüt und der große, soeben mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnete Überraschungserfolg dieses Herbstes. Der 1954 im Ural geborene und in Ost-Berlin aufgewachsene Mathematiker und Theatermann Eugen Ruge legt eine autobiographisch inspirierte Familiengeschichte vor, die vier Generationen umfasst und vom allmählichen Verblassen der sozialistischen Utopie erzählt. Die Großeltern kehren 1952 aus dem mexikanischen Exil in die DDR zurück und werden zu linientreuen Repräsentanten des Regimes. Der Vater Kurt übersteht das stalinistische Straflager in Workuta und kommt mit seiner russischen Ehefrau Irina nach Ost-Berlin, wo er als Historiker arbeitet, viele Privilegien hat und trotz gelegentlicher Zweifel der DDR die Treue hält. Sein Sohn Alexander geht auf Distanz, und der Enkel Markus empfindet seinen Stief-Urgroßvater Wilhelm als kurioses Fossil. Dreh- und Angelpunkt des spannungsreichen Romans ist der neunzigste Geburtstag Wilhelms am 1. Oktober 1989, der aus sechs verschiedenen Perspektiven geschildert wird und die vielen Schattierungen der DDR vermittelt. Ein Zeit-Prisma entsteht. Eugen Ruge diskutiert mit der Schriftstellerin Eva Menasse und dem Politiker Gregor Gysi über die Hinterlassenschaften der DDR und die Möglichkeiten, literarisch damit zu arbeiten.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 31. Dezember 2011 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/frequenzen/

29.11.11

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Eugen Ruge, Eva Menasse, Gregor Gysi, Maike Albath

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