Studio LCB mit Arno Geiger

Lesung: Arno Geiger
Gesprächspartner: Verena Auffermann und Eva Schobel
Moderation: Hubert Winkels

Historisch angelegte Familienromane haben zur Zeit eine bemerkenswerte Konjunktur. Bemerkenswert, weil mit der Familie auch deren Genealogie und also auch deren Darstellung zu einem Ende gekommen sein soll – so die soziologisch orientierten Kulturdiagnostiker. Doch es scheint anders zu kommen. So stellten wir z. B. vor einem knappen Jahr an dieser Stelle Eva Menasses Erfolgsroman »Vienna« vor, der drei Generationen zurück ins Wien des 20. Jahrhunderts führt. Und auf den ersten und den zweiten Blick ist das bei dem österreichischen Erzähler Arno Geiger in seinem Roman »Es geht uns gut« (Hanser Verlag 2005) nicht anders. Doch der Held des Romans, Philipp Erlach, ein verhinderter Schriftsteller, hat auf nichts weniger Lust als auf Familie und Rekonstruktionen aller Art. Aus der Familien-Abwehr heraus entwickelt der unfreiwillige Erbe einer alten Villa dann allerdings ein fein gegliedertes, über Alltag und Details entfaltetes Panorama, das siebzig Jahre Familie, Österreich und Wien auf bestechende Weise sichtbar werden läßt. Der 1968 in Bregenz geborene, heute in Wien lebende Arno Geiger liest aus seinem neuen Roman und diskutiert mit den Literaturkritkerinnen Verena Auffermann aus Berlin und Eva Schobel aus Wien.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 26. November 2005, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

17.11.05

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Hausgäste

Teilnehmer•innen

Arno Geiger, Eva Schobel, Hubert Winkels, Verena Auffermann

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