Stilfragen (II). Regelverstösse und Avantgarde

Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zur Geschichte der deutschen Sprache für literarische Übersetzer und andere Interessierte.
Moderation: Gabriele Leupold und Eveline Passet

Stil, so eine Definition, ergibt sich aus jenem Spiel, das die Autoren mit Sprachnorm und Normverletzung treiben. Diese Auffassung kam in der klassischen Moderne zur vollen Entfaltung. An ihrem Beginn steht Jakob van Hoddis, dessen Werk mit seinen Konventionsbrüchen und seinem »großen grausen Humor« richtungweisend war für avantgardistische Strömungen wie Expressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit. Regina Nörtemann spricht über den Autor. Konventionszerstörer und Stilpräger neuerer Zeit sind die österreicherischen Autoren Bernhard, Jelinek und Streeruwitz. Ihnen gilt Anne Bettens Vortrag zur Verletzung syntaktischer und stilistischer Regeln in der Gegenwartsliteratur. Den Abschluß bildet wie immer ein Werkstatt-Teil.

Gefördert mit Mitteln der Kulturverwaltung des Berliner Senats.

11.02.08

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Anne Betten, Eveline Passet, Gabriele Leupold

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