Stadt, Wald, Garten

Lesung: Valerie Fritsch und Doris Knecht
Moderation: Claudia Kramatschek

In diesem Frühjahr haben die österreichischen Autorinnen Doris Knecht und Valerie Fritsch Romane veröffentlicht, deren Protagonisten in eine verwilderte Natur zurückkehren, die zugleich Sinnbild ist für eine zerbrechlich gewordene Zivilisation. Fritschs Roman »Winters Garten« (Suhrkamp) erzählt von dem Vogelzüchter Anton und seiner Frau Friederike, die nach Jahren in der Stadt an ihren Sehnsuchtsort zurückkehren, zu einem Zeitpunkt, »als die Häuser und Straßenzüge verfallen und die wilden Tiere in die Vorgärten und Hinterhöfe eindringen« und die Zukunft der Zivilisation unmöglich scheint. In Knechts Roman »Wald« (Rowohlt Berlin) ist es Marian, eine moderne Städterin, die aus Geldgründen unfreiwillig aufs Land fliehen muss und fernab ihres bislang gelebten Lebens einen Neuanfang versucht. Über die Sehnsucht nach scheinbar intakter ländlicher Idylle und das Dasein auf dem Land als Spiegel einer brüchigen bürgerlichen Welt spricht die Literaturkritikerin Claudia Kramatschek mit den Autorinnen.

11.06.15

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Claudia Kramatschek, Doris Knecht, Valentina Fritsch

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