Spurwechsel

Ein Film übers Übersetzen

Filmvorführung und Einführung durch die Projektgruppe Spurwechsel

Ist Ironie, etwa die so heitere wie feine Distanziertheit eines Thomas Mann, übersetzbar? Warum wimmelt es in russischen Texten von »Täubchen« und »Herzchen«? Wird Kafkas Liftjunge Karl Roßmann gegen die Schulter oder in den Hintern gestoßen? Und wie kommt es, daß »aktual’nost’« und »Aktualität« nicht dasselbe bedeuten? Fünf Berliner Übersetzer – Gabriele Leupold, Eveline Passet, Olga Radetzkaja, Anna Schibarowa und Andreas Tretner – haben einen Film gemacht, in dem sie deutsche und russische Übersetzer zu ihrem Metier befragen. Die Filmdokumentation »Spurwechsel« kreist um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Kulturen, wie sie in den Sprachen zutage treten, sie zeigt die vielfältigen Brechungen, die sich ergeben, wenn ein Text die Sprache wechselt, und demonstriert, wie Stil und Temperament der Übersetzer unsere Zugänge zu fremden Literaturen prägen.

Spurwechsel – eine Filmdokumentation
Kamera: Jakobine Motz
Schnitt: Stefan Stabenow
Der Film wurde gefördert von der Robert Bosch Stiftung, dem Deutschen Übersetzerfonds u.a.

03.02.04

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andreas Tretner, Anna Schibarowa, Eveline Passet, Gabriele Leupold, Jakobine Motz, Olga Radetzkaja, Stefan Stabenow

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