Soll sie schön sein oder treu?

Über die Qualität literarischer Übersetzungen

Eine Diskussion mit den Übersetzern Maria Antonia Amarante (Lissabon), Berthold Zilly (Berlin), der Literaturagentin Michi Strausfeld und der Kritikerin Sigrid Löffler
Moderation: Kurt Scharf

Als die »Schöne Kunst dazwischen« hat der Übersetzer Christian Hansen kürzlich seinen Beruf beschrieben. Übersetzer stellen ihre Kreativität in den Dienst anderer. Sie sind Feinmechaniker der Sprache, aber auch die Kreativen, die einem literarischen Text ein neues Leben in einer anderen Sprache geben. Die Gratwanderung zwischen der Forderung nach Treue zum ausgangssprachlichen Original und der Idee, eine schöne, sich dafür aber vom Original entfernende Übersetzung (»belle infidèle«) zu schaffen hat die Theorie und Praxis des Übersetzens schon im 18. Jahrhundert geprägt. Wir fragen danach, was die Qualität einer Übersetzung heutzutage ausmacht. Eine Veranstaltung im Rahmen der Deutsch-Portugiesischen Übersetzerwerkstatt im LCB, bei der 12 Übersetzer aus Brasilien, Deutschland und Portugal ihre Arbeiten diskutieren.

In Zusammenarbeit mit litrix.de.

15.08.07

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Berthold Zilly, Hans Joachim Schädlich, Kurt Scharf, Maria Antonia Amarante, Michi Strausfeld, Sigrid Löffler

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