Sascha Reh: »Gegen die Zeit«

Sascha Reh in Lesung und Gespräch
Moderation: Thorsten Dönges

Sascha Reh, 1974 in Duisburg geboren und 2015 mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet, erzählt in seinem dritten Roman »Gegen die Zeit« (Schöffling Verlag) einen auch international bedeutsamen Abschnitt der Geschichte Chiles Anfang der 1970er Jahre. Der Roman, den der Tagesspiegel als »ein authentisches Porträt der Zeit rund um den Pinochet-Putsch« betitelte, erzählt die Geschichte des deutschen Industriedesigner Hans Everding, der sich begeistert nach Südamerika aufmacht, um ein kühnes Projekt zu unterstützen: Die Fabriken des unwegsamen Andenstaates sollen unter dem sozialistischen Präsidenten Salvador Allende vernetzt, die wirtschaftliche Lage verbessert und die Gesellschaft gerechter werden. Der Putsch des Militärs setzt diesem Traum ein jähes Ende und bringt die Beteiligten des Experiments in Lebensgefahr. Niemand weiß mehr, wem zu trauen ist, Informationen dürfen unter keinen Umständen an die falschen Personen geraten. Erstaunlich aktuell ist Rehs Buch über den Informationskrieg in Chile vor dem Hintergrund aktueller Debatten über Datenschutz, Wirtschaft und Politik. Am heutigen Abend liest der Autor aus seinem Roman und spricht im Anschluss über die Gratwanderung zwischen Fakten und Fiktion.

19.01.16

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Sascha Reh, Thorsten Dönges

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