Romane in der Rotunde: »Isabel«

Buchpremiere

Lesung und Gespräch: Feridun Zaimoglu
Moderation: Wiebke Porombka

»Abgemagert bis auf die Knochen ist der neue Roman von Feridun Zaimoglu«, befand die Süddeutsche Zeitung unlängst, und tatsächlich durchzieht ein Rigorismus des Stoffs und der Erzählweise den Roman »Isabel« (Verlag Kiepenheuer & Witsch), das jüngste Werk dieses Autors. Die Titelfigur ist eine schöne Frau, aber nicht mehr schön und jung genug, um weiter zu modeln, und nicht anerkannt genug, um als Schauspielerin an die großen Rollen zu kommen. So arbeitet sie als Gelegenheitsdarstellerin, ist mit der Liebe am Ende, verlässt ihren Freund und beschließt, ihr Leben neu zu entwerfen. Es ist ein Weg nach ganz unten, in ein Berlin jenseits der Hipness und der Touristenströme, aber auch an die Randbereiche der Existenz. Die Begegnung mit Marcus, dem »Soldaten«, führt in eine bedrohliche Reise in die Vergangenheit. Konsequent in der Verknappung der Sprache entfaltet Zaimoglu einen tragischen Stoff, und offenbart damit eine weitere Facette seiner bewunderungswürdig vielstimmigen Erzählwelt. Es moderiert ist die Literaturkritikerin Wiebke Porombka.

Gefördert durch die Stiftung Preußische Seehandlung.

28.08.14

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Feridun Zaimoglu, Wiebke Porombka

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