Preis der Literaturhäuser 2016

Ulf Stolterfoht liest aus seinen Gedichtbänden und spricht mit Ernest Wichner und Florian Höllerer

Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2016 dem Lyriker, Übersetzer und Verleger Ulf Stolterfoht. Mit seinen Gedichtbänden, die aus den unterschiedlichsten deutschen Fachidiomen eine neue, nur ihm eigene poetische »Fachsprache« entwickelt haben, seinen poetischen Projekten, etwa dem ethnographischen Poem »Holzrauch über Heslach« oder dessen Fortschreibung in der kulturhistorischen Sektenfarce »neu-jerusalem«, den so vergnüglichen wie hintersinnigen »Ammengesprächen« mit einer Sprechmaschine hat Ulf Stolterfoht die Spielarten des gegenwärtigen Gedichts erheblich ausgeweitet. Wenn er nun unter dem Slogan »Schwierige Lyrik zu einem sehr hohen Preis – dann ist es Brueterich Press« selber Texte verlegt, die es ohne seine vermittelnde Intervention schwer hätten, zeugt dies von einer großen, so spielerisch wie verbindlich ausgelebten Verantwortlichkeit für die vielfältigen Möglichkeiten literarischen Sprechens. Dass er seine Texte auf unnachahmliche Weise vorträgt und dabei mit scheinbar leichthin eingestreuten Reflexionen über den Wert und höheren Unwert des Gedichts zu verbinden weiß, überzeugt auch jenen Teil des Publikums, der schlicht und einfach zuhört und nicht »immer Metaphyse im Sinn« hat.

Der Preis der Literaturhäuser wird von ARTE, dem Kulturpartner von literaturhaus.net, unterstützt.

19.04.16

Dienstag

Ort

Literaturhaus Berlin · Fasanenstr. 23 · 10719 Berlin

Teilnehmer•innen

Ernest Wichner, Florian Höllerer, Ulf Stolterfoht

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