Macht, Gewalt, Erinnerung (I)

Peter O. Chotjewitz und Thomas Weiss in Lesung und Gespräch
Moderation: Frank Meyer

Mündet jede Utopie in Terror? Folgt auf den Kampf einzelner gegen den Staat automatisch der Kampf des Staates gegen einzelne – und umgekehrt? Das »totalitäre Jahrhundert« hat seine Spuren hinterlassen, und neue Formen des Terrors und Anti-Terrors suchen uns heim. Gleichzeitig findet eine breite Auseinandersetzung mit den Folgen der 68er-Revolte und dem RAF-Terrorismus statt. All das schlägt sich in der aktuellen literarischen Produktion nieder. Es geht um Fragen der Gewalt, um Gebrauch und Missbrauch von Macht. Wir beginnen unsere neue Münzsalon-Reihe »Macht, Gewalt, Erinnerung« mit zwei Autoren, die sich darauf eingelassen haben, mit literarischen Mitteln an die oben skizzierten Fragen heranzutreten. Peter O. Chotjewitz, 1934 in Berlin geboren und freier Schriftsteller seit 1965, war u.a. der Wahlverteidiger von Andreas Baader. Nun hat er mit »Mein Freund Klaus« den Roman des Lebens von Klaus Croissant geschrieben, einen beklemmenden Bilderbogen, der von 1931 bis 2002 reicht. Thomas Weiss´ dritter Roman »Tod eines Trüffelschweins« verknüpft die Geschichte der RAF geschickt mit unserer Zeit neokapitalistischer »Heuschrecken«.

07.11.07

Mittwoch

Ort

Münzsalon · Münzstraße 23 · Berlin-Mitte

Teilnehmer•innen

Frank Meyer, Peter O. Chotjewitz, Thomas Weiss

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