Lyrik am See

Tadeusz Dabrowski und André Rudolph in Lesung und Gespräch

Ein Lyriker aus Sachsen und ein zweiter aus Polen sind gerade dabei auf sich aufmerksam zu machen. Der Danziger Tadeusz Dabrowski gilt als einer der begabtesten jüngeren Lyriker des an Lyrikern wahrlich nicht armen Polen. Mit sprachlicher Leichtigkeit und formaler Strenge gelingt ihm das Vermischen des Erhabenen mit dem Alltäglichen. Dabei befinden sich seine Gedichte mit ihren Verweisen auf die Flut der Informationen, die Ubiquität der Pornographie und das alles umfassende Internet auf seltsame Art ganz auf Höhe der Zeit. Dabrowskis im luxbooks Verlag erschienener Gedichtband »Schwarzes Quadrat auf schwarzem Grund« wurde von Monika Rinck und Alexander Gumz, zum Großteil aber von André Rudolph, geb. 1975 in Warschau, ins Deutsche übertragen. Rudolphs Lyrikdebüt »Fluglärm über den Palästen der Restinnerlichkeit« erschien ebenfalls im Wiesbadener luxbooks Verlag. Im Mai wurde er mit dem Meraner Lyrikpreis ausgezeichnet. Die Jury lobte eine »lyrische Stimme voll abgründiger Leichtigkeit und selbstironischer Verzweiflung«. Sie fängt präzise Echos unserer Gegenwart auf, spielt mit ihren technischen Verschaltungen und erzeugt ein ganz und gar heutiges Klangbild. Mit melancholischem Humor und Aberwitz schlagen die Texte den Leser in ihren Bann. Die beiden Autoren stellen sich gegenseitig vor.

03.08.10

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andre Rudolph, Tadeusz Dąbrowski

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