Literaturgeschichten: Felix Hartlaub (1913-1945)

Lesung und Gespräch mit Durs Grünbein und Gustav Seibt

»Es ist Zeit, diesen verheißungsvollen Autor unter der Tarnkappe hervorzuziehen. Heute, fünfzig Jahre nach seinem Tod im zerschossenen Berlin, empfinde ich Trauer wie um einen entfernten Verwandten«. Durs Grünbeins Plädoyer aus dem Jahr 1995 galt dem Schriftsteller Felix Hartlaub, einer singulären Gestalt der deutschen Literatur. Der wunderkindhaft talentierte Sohn eines Kunsthistorikers geriet während des Krieges in den bürokratischen Tross des Führerhauptquartiers, Abteilung »Kriegstagebuch«. Seine persönlichen Aufzeichnungen, literarischen Fragmente und Briefe aus den Jahren 1939-45 gehören in ihrer Sensibilität und Hellsichtigkeit zu den großen Selbstzeugnissen aus jener Zeit. Sie liegen jetzt erstmals in einer vollständigen Edition vor (»In den Umriss gebannt«. Hg. von Gabriele Lieselotte Ewenz. Suhrkamp Verlag 2002).

16.07.02

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Durs Grünbein, Gustav Seibt

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