Literarische Blicke in die Zukunft

Angelika Meier und Benjamin Stein in Lesung und Gespräch
Moderation: Wiebke Porombka

Wie wird es weitergehen mit uns, wohin führt der Weg des von verschiedensten Technologien gesteuerten, global vernetzten Menschen? Was bedeutet es, wenn Körper und Geist immer besser gängigen Idealen angepasst und ihre Fähigkeiten mit Hilfe von Medizin und Technik perfektioniert werden können? Angelika Meiers zweiter Roman »Heimlich, heimlich mich vergiss« (Diaphanes) und »Replay« (C.H. Beck), der neue Roman des Münchner Schriftstellers Benjamin Stein setzen sich auf jeweils sehr eigenwillige Art mit solchen Fragen auseinander. Angelika Meiers Protagonist Dr. Franz von Stern ist selbstverständlich mit einer zusätzlichen Hirnrindenschicht und einem Mediator zwischen den Rippen ausgestattet. Und Benjamin Steins Figur Ed Rosen ist Mitentwickler und erster Träger des UniCom, eines Kommunikationsmittels, das als Implantat die Sinneswahrnehmungen seines Besitzers aufzeichnet und das, was wir Realität nennen, in »Replays« unendlich wiederhol- und veränderbar macht. Wo die Grenzen zwischen Utopie und totalitärer Bedrohung verlaufen, wie Science Fiction-Stoff und die Reflexion von Erinnerungsprozessen einander bedingen, darüber nachzudenken regen beide Bücher an.

24.05.12

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Angelika Meier, Benjamin Stein, Wiebke Porombka

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