László Krasznahorkai: »Seiobo auf Erden«

Lesung: László Krasznahorkai
Moderation: Andreas Isenschmid

Die ungarische Gegenwartsliteratur ist seltsam reich. Viele Autoren von Weltgeltung leben in und außerhalb Ungarns. Einer davon ist der 1954 in Gyula geborene László Krasznahorkai, der nach mehreren längeren Aufenthalten in Berlin, unter anderem als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und des LCB, seit einigen Jahren wieder in dieser Stadt lebt. Krasznahorkai ist der große Melancholiker der ungarischen Literatur; in langen, rhythmisierten, mäandernden Sätzen erzählt er im ruhigen Ton von der Schönheit und der Zerbrechlichkeit der Welt. In seinen beiden letzten Büchern »Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß« sowie in dem eben erschienenen Erzählungsband »Seiobo auf Erden« (S. Fischer Verlag, Übersetzung: Heike Flemming) bilden die Landschaft und die Kultur des Fernen Ostens, genauer Japans, die ideale Grundierung für die immer ins Existentielle zielende Literatur László Kraznahorkais. An diesem Abend liest László Krasznahrokai erstmals in Berlin aus »Seiobo auf Erden«. Durch den Abend führt der Literaturkritiker Andreas Isenschmid.

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

27.05.10

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andreas Isenschmid, László Krasznahorkai

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