Landschaften des Umbruchs (II)

Die lange Nacht der Autoren

Im Saal, moderiert von Katharina Narbutovic: Eugenijus Ališanka (Litauen), Rujana Jeger (Kroatien), Constantin Virgil Banescu (Rumänien), László Darvasi (Ungarn), Michal Hvorecký (Slowakei)
Im Erkerraum, moderiert von Nina Hartl: Aleš Steger (Slowenien), Pauls Bankovskis (Lettland), Georgi Gospodinov (Bulgarien), Olga Tokarczuk (Polen), László Marton (Ungarn)
Die deutschen Übersetzungen lesen: Silke Scheuermann, Matthias Göritz, Joachim Helfer, Michael Lentz, Ulf Stolterfoht und Oskar Pastior

Immer wieder wurde in den letzten Jahren die Suche nach historischen Spuren in den verschiedenen Regionen Mittel- und Osteuropas literarisch verarbeitet. Jüngere Autoren wie Olga Tokarczuk und László Darvasi haben diese Landschaften als besonderen Erfahrungsraum gestaltet. So ist ein Netzwerk unter den Autoren entstanden, das vom Baltikum bis nach Südosteuropa reicht: Autoren organisieren Lyrikfestivals, publizieren Literaturseiten im Internet und stellen einen gemeinsamen Diskussionsraum her. Bereits 1995/96 stellte Basil Kerski in einer Veranstaltungsreihe mit dem Namen »Landschaft des Umbruchs« Autoren aus Mittel- und Osteuropa im LCB vor. Seither wurde die Debatte fortgeführt, auch neue politische Perspektiven haben sich mit der anstehenden EU-Erweiterung eröffnet. Und so kommen am 18. und 19. November fünf deutsche und 14 jüngere Autorinnen und Autoren aus Mittel- und Osteuropa zu einem Treffen im LCB zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche und Lesungen stehen die in Bewegung gekommenen Landschaften des Umbruchs und die Literatur, die heute dort geschrieben wird.

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