Kommt ein Vogel geflogen – oder: von Zeiten und Aspekten im Deutschen

Eine ganztägige sprachübergreifende Fortbildung für literarische ÜbersetzerInnen und andere Interessierte

Leitung: Gabriele Leupold und Eveline Passet
Vorträge von Mathilde Hennig und Björn Rothstein

Die Verwendung des deutschen Verbs ist relativ unübersichtlich und an vielen Stellen scheinbar auch weniger reguliert als in anderen Sprachsystemen. Das verunsichert beim Schreiben und besonders beim Übersetzen in der Konfrontation mit der fremden Sprache. Zwei Germanisten sollen hier ein wenig Klarheit schaffen. Mathilde Hennig wird in ihrem Vortrag Tempus und Temporalität in Alltagssprache und literarischen Texten insbesondere die textfunktionale Opposition von Perfekt und Präteritum untersuchen und zeigen, dass die Tempora keine einfache Abbildfunktion in Bezug auf außersprachliche Zeitverhältnisse haben. Björn Rothstein betrachtet das »Zeitwort« von den Rändern des Verbalsystems her und fragt nach der Aspektfunktion solcher Phänomene wie des doppelten Futurs oder der sogenannten kommen- und haben-Konfigurative. Im Anschluss an die Vorträge gibt es wie stets zwei parallele Werkstätten.

08.05.15

Freitag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Björn Rothstein, Eveline Passet, Gabriele Leupold, Mathilde Hennig

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