Junge Lyrik 2002 (I)

Lesung: Hendrik Jackson, Sabine Scho, Jan Wagner
Moderation: Michael Braun (Heidelberg)

»In ihrem ästhetischen Eigensinn wissen diese Lyriker, daß sie zur Legitimation ihres Tuns nur auf die Gestalt der Gedichte selbst hinweisen können – auf jene »höchst ökonomische Form geistiger Beschleunigung« (Joseph Brodsky). Wie vor vier Jahren stellt Michael Braun sechs junge Autoren vor, deren Texte neue Entwicklungen der deutschen Lyrik aufzeigen. Sie bilden den thematischen Schwerpunkt des Septemberheftes von »Sprache im technischen Zeitalter«.

»Doch insbesondere Dichtung ist fähig, die Bewegung einer neuen Inangriffnahme oder auch einer Überraschung durch die Welt, eines raschen Übergriffs einer neuen Wahrnehmung auf die alten Ordnungen voranzutreiben«, schreibt Hendrik Jackson.
Michael Braun nennt ihn einen sprachberauschten Neo-Romantiker. Sein Debüt »Einflüsterungen von seitlich« erschien im vergangenem Jahr im morpheo Verlag.
Sabine Scho aus Hamburg montiert kühn Fragmente aus verschiedensten Bedeutungsräumen. Ihre erste Veröffentlichung »Album« (Europa Verlag) ist mit einem Vorwort von Thomas Kling versehen.
Jan Wagners Gedichtband »Probebohrung im Himmel« erschien 2001 im Berlin Verlag. Wie in den Texten des großen Charles Simic versucht Wagner, dem scheinbar unsensationellen Detail und der ephemeren Einzelheit eine existentielle Offenbarung zu entlocken. Alle drei Autoren sind 1971 geboren.

19.08.02

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hendrik Jackson, Jan Wagner, Michael Braun, Sabine Scho

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