Josef Winkler: »Roppongi«

Requiem für einen Vater

Josef Winkler in Lesung und Gespräch
Moderation: Ursula März

»Roppongi«, das neue Buch des Kärntner Schriftstellers Josef Winkler, lässt sich als Summe seines bisherigen Werks lesen. Die lustvoll-ausschweifende Auseinandersetzung mit dem Tod verbindet sich mit farbigen Reiseberichten und Reflexionen über das Schreiben zu einem Text, der durch seine sprachliche und rhythmische Präszision fasziniert. Der Fixpunkt des Erzählens ist der Tod des Vaters, ist die Beziehung zwischen dem Erzähler und der Vaterfigur, das Spiel von Nähe und Distanz. Der Kampf zwischen diesen zwei Menschen, die durch eine untrennbare Beziehung und glühenden Hass aneinandergekettet sind, lässt eine »Melodie der Trauer und des Zorns« entstehen, die eindrucksvoll zeigt, »was Sprache kann. Sie rettet, was ohne sie verloren wäre: das eigene Leben« (Neue Zürcher Zeitung). Josef Winkler, 2001 vom LCB und der Akademie der Künste mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet, liest aus seinem »Requiem für einen Vater« (Suhrkamp Verlag); durch den Abend führt die Literaturkritikerin Ursula März.

17.12.07

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Josef Winkler, Ursula März

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