Jörg Magenau: »Christa Wolf. Eine Biographie«

Lesung: Jörg Magenau
Moderation: Brigitte Burmeister

Christa Wolf, so heißt es in der Verlagsankündigung, ist die einzige Autorin von Weltrang, die man unmittelbar mit der DDR verbindet. Vor diesem Hintergrund erzählt die vielschichtige, soeben bei Kindler erschienene Biographie von Jörg Magenau zum einen vom Leben und Werk einer streitbaren Schriftstellerin, von ihren Kompromissen und Standhaftigkeiten unter wechselnden gesellschaftlichen Bedingungen; zum anderen eine deutsch-deutsche Geschichte jenseits ideologischer Verkürzungen: »Ich bin eine Figur, auf die man vieles projizieren kann, sagte Christa Wolf in einem Gespräch, das ich 1994 (…) mit ihr führte. Da lagen die heftige Debatte um ihre Stasi-Mitarbeit Ende der fünfziger Jahre und ihre Erzählung »Was bleibt« noch nicht weit zurück. Vor 1989 im Westen eher als kritische DDR-Autorin wahrgenommen, galt sie nach der Wende plötzlich als »Staatsdichterin« und Repräsentantin des Systems, für dessen Veränderung sie sich eingesetzt hatte« (aus dem Vorwort). Die in Berlin lebende Autorin Brigitte Burmeister befragt den Biographen.

27.03.02

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Brigitte Burmeister, Jörg Magenau

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