Imre Kertész: »Dossier K. Eine Ermittlung«

Lesung und Gespräch mit Imre Kertész
Moderation: Lothar Müller

Als Imre Kertész im Jahre 2002 den Nobelpreis für Literatur erhielt, zeichnete ihn die Schwedische Akademie »für ein schriftstellerisches Werk aus, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet«. Bereits die großen Romane des 1929 in Budapest geborenen, 1944 nach Auschwitz verschleppten und 1945 in Buchenwald befreiten Kertész hatten stets auch autobiographische Lesarten zugelassen und gefunden. Im Herbst 2006 erschien im Rowohlt Verlag Imre Kertész´ Autobiographie »Dossier K. Eine Ermittlung«. In Form eines Selbstinterviews, das sich als platonischer Dialog, aber auch als Kreuzverhör lesen läßt, transportiert dieses neue große Werk des Nobelpreisträgers »den tiefsten Ernst mit den Mitteln des Zweifels, der Ambivalenz und der Ironie«, wie Andreas Breitenstein, einer der vielen begeisterten Rezensenten, in der NZZ hervorhob. Durch den Abend mit Imre Kertész führt Lothar Müller, Literaturredakteur der Süddeutschen Zeitung.

05.02.07

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Imre Kertész, Lothar Müller

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