Gedenklesung für Alexej Parschtschikow

Hendrik Jackson, Alexander Filyuta, Dmitri Dragiljew u.a. lesen Alexej Parschtschikow

Anfang April verstarb der 1955 geborene, in Köln lebende russische Lyriker Alexej Parschtschikow. In seinen Gedichten spürte er den inneren und visuellen Ähnlichkeiten nach, um immer wieder neue und wesenhafte Verbindungen zwischen Wörtern und Dingen zu entdecken bzw. herzustellen. Er glich dabei, in den Worten seines vielleicht großartigsten Poems »Erdöl«, einer Wahrsagerin, die »mit dem Finger über den Globus fährt und dabei die Tiefseekabelverbindungen für Fluglinien hält«. Er flog diese unterirdischen Verbindungen der Wortarchipele mit einer Geschwindigkeit ab, die betäubend wirken konnte. Zusammen mit Alexander Eremenko, Iwan Shdanow und Ilja Kutik wurde er den sogenannten »Metarealisten« zugerechnet, einer der in den achtziger Jahren aufregensten Gruppierungen russischer Lyrik. Im Frühjahr 2010 erscheint bei kookbooks unter dem Titel »Erdöl« eine zweisprachige Auswahl der Gedichte Alexej Parschtschikows in der Übersetzung von Hendrik Jackson. An diesem Abend wird in Lesung und Gespräch an Alexej Parschtschikow erinnert. Die Veranstaltung findet in deutscher und russischer Sprache statt.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag kookbooks.

07.06.09

Sonntag

Ort

Dock 11 · Kastanienallee 79 · Prenzlauer Berg

Teilnehmer•innen

Alexander Filyuta, Alexej Parschtschikow, Dmitri Dragiljew, Hendrik Jackson

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