Europäische Erzähler: Mathias Énard

ʺZoneʺ

Lesung und im Gespräch: Mathias Énard
Moderation: Lothar Müller

»Ich wollte ein zeitgenössisches Epos schreiben«, so lässt sich der 1972 im westfranzösischen Niort geborene Mathias Énard, zitieren. Mit »Zone« (soeben im Berlin Verlag in der Übersetzung von Holger Fock und Sabine Müller erschienen) legt er es vor: es ist ein Roman, der die Schrecklichkeiten der christlich-arabischen Konflikte des letzten Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart heraufbeschwört: Vom Balkankrieg zum Blutbad der christlichen Phalange in Beirut von 1982, von Mussolinis Nordafrikakrieg bis hin zum Haager Kriegsverbrecherprozess reicht der Erzählbogen. Das Besondere an dem Buch jedoch ist die mäandernde Sprache, die einen ungeheuren Lesesog entwickelt. Ènard studierte Kunstgeschichte und orientalische Sprachen. Nach längeren Aufenthalten im Nahen Osten lebt er heute in Barcelona, wo er Arabisch lehrt.

13.10.10

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Lothar Müller, Mathias Énard

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