Europäische Erzähler: Josef Winkler

Lesung: Josef Winkler (Klagenfurt)
Moderation: Claus-Ulrich Bielefeld

»Josef Winkler ist jemand, der nicht auch schreibt, sondern der existiert, um zu schreiben« (G. Grass). Die Literatur des 1953 in Kärnten geborenen Schriftstellers schöpft aus einer erzkatholischen Dorferfahrung; die daraus abgeleiteten Motive wie Geburt, Tod, Sexualität, Gewalt, Familie, Kirche hat er in immer neuen Anläufen und Umkreisungen zu Werken von unverwechselbarem Zuschnitt und großer sprachlicher Strahlkraft gefügt. 1979 debütierte er aufsehenerregend mit »Menschenkind«, dem ersten Teil der Romantrilogie »Das wilde Kärnten«. »Natura morta« (Suhrkamp), für das er 2001 den Alfred-Döblin-Preis erhielt, ist im Untertitel als »römische Novelle« benannt. Winkler beschreibt eine unerhörte Bege-benheit vor dem Hintergrund des Markttreibens auf der Piazza Vittorio Emanuele. Kunstvoll verdichten sich die Bilder des prallen Lebens und des blutigen Todes zu einem Stilleben, das die Motive von Leben und Tod miteinander vereint.

04.06.03

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Claus-Ulrich Bielefeld, Josef Winkler

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