Emphatische Lektüren: Kleist

Mit Aris Fioretos, Felicitas Hoppe, Olga Martynova und Ulrich Peltzer

Das Lesen von Literatur ist eine Schnittstellenkunst, die beides erst erzeugt: den Text und seinen Leser. In unserem technischen Zeitalter aber geht der utopische Kern dieser Kulturtechnik zunehmend verloren. »Emphatische Lektüren« ist eine Veranstaltungsreihe von Thomas Hettche an der TU Berlin, die sich daher mit ihrer Einübung beschäftigt, und bei der in diesem Semester Heinrich von Kleists »Das Erdbeben in Chili« im Mittelpunkt steht. Aris Fioretos, Felicitas Hoppe, Olga Martynova und Ulrich Peltzer sind eingeladen, sich mit Um-, Ein- und Weiterschreibungen Kleists kanonischer Erzählung anzunähern und sie in einem Workshop mit Studierenden zu diskutieren. Wo sind wir selbst in dem Text, den wir lesend in uns erzeugen? Welche Geschichte erfinden wir, wenn wir lesen? Welchen Sinn hat der Sinn, den wir Literatur geben? Ein öffentliches Gespräch mit den vier Schriftstellerinnen und Schriftstellern stellt sich als Abschluss des Workshops im Geodätenstand der TU diesen Fragen. Eine Veranstaltung des Fachgebiets Literaturwissenschaft der TU Berlin in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin, mit Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Der Geodätenstand der TU ist nicht ganz leicht zu finden: Im Foyer des Hauptgebäudes bitte ausschließlich den Fahrstuhl ganz links benutzen und darin auf die »aus der Reihe tanzende« 3 drücken. Im 3. Stock wird es eine Beschilderung geben.

09.06.18

Samstag

Ort

Geodätenstand auf dem Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135

Teilnehmer•innen

Aris Fioretos, Felicitas Hoppe, Olga Martynova, Ulrich Peltzer

Teilen

360