Eine nie vergessene Geschichte

Lesung: Jan Koneffke und Hans-Ulrich Treichel
Moderation: Jörg Magenau

Menschen, die an der Geschichte Schaden nehmen, stehen im Mittelpunkt der neuen Bücher von Jan Koneffke und Hans-Ulrich Treichel. Koneffkes neuer Roman »Eine nie vergessene Geschichte« (Dumont Verlag) entfaltet eine pommersche Familiengeschichte vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zu Kriegsende und Flucht 1945. Hans-Ulrich Treichels Ich-Erzähler beschäftigt sich in »Anatolin« (Suhrkamp) erneut mit der tragischen Geschichte seiner Eltern und ihren Wurzeln in Wolhynien und Polen und begibt sich auf die Suche nach dem verschwundenen Bruder. Seinem Leiden gibt er den Namen »Morbus biograficus«, zu deutsch: »autobiografische Entleerung«. Das Symptom: fehlende Erinnerung an die eigene Kindheit. Am Ende steht der Verlust jedes biografischen Gefühls. Als Therapie bleibt nur, den fehlenden autobiografischen Faden erzählend neu zu spinnen. Eine Veranstaltung im Rahmen unserer Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur, die wir in diesem Jahr schon zum neunten Mal veranstalten.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

26.08.08

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hans-Ulrich Treichel, Jan Koneffke, Jörg Magenau

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