Ein Fest für Elke Erb
Mit Elke Erb und Volker Braun, Ann Cotten, Ulrike Draesner, Urs Engeler, Christian Filips, Uwe Kolbe, Steffen Popp, Monika Rinck, Gottfried Rößler, Ulf Stolterfoht, Brigitte Struzyk
Elke Erb (*1938 Scherbach, Voreifel) wird 75. Eine hochwillkommene Gelegenheit, die Autorin und ihr Werk, das in einzigartiger Weise das Offene wagt, mit einer Geburtstagsfeier zu würdigen. Elke Erb ist neben Friederike Mayröcker die bedeutendste zeitgenössische Dichterin. Zu DDR-Zeiten war sie eine feste Größe innerhalb der Literaturszene in Prenzlauer Berg. Heute gilt sie – gerade auch aus Sicht einer jungen Dichtergeneration – als eine künstlerische Instanz. Erbs Texte sind »lebhaft, gegenwärtig und augenblicksnah« (Süddeutsche Zeitung). Sie widersetzen sich beharrlich allen Versuchen einer abschließenden Einordnung. In ihnen werden Möglichkeits-Horizonte eröffnet, die den Leser teilhaben lassen an einem »vieldimensionalen, unabgeschlossenen Prozess von Denken und Dichten« (Jurybegründung, Trakl-Preis 2012). Sie sind lebendige Anschauung und Reflexion dieser Anschauung zugleich. Elke Erbs Sprache entzündet sich an all dem, was sich in ihren »sinnreichen Netzen« verfängt: sei es der Faltenwurf bei Donatello,die Saumkante einer Küster-Soutane, ein Insekt mit »stimmgabelförmigen« Beinen oder ein seitlich gesehenes Rehauge. Der sinnliche Zugriff ihrer Sprache, der kühne Versuch, so zu schreiben, »wie man denkt bei sich«, führt zu poetisch verblüffenden Resultaten.
Wir feiern gemeinsam mit Elke Erb und mit zahlreichen ihrer Dichter-Freunde, die – gleichsam als mündliches Angebinde – eigene Texte und Texte der Jubilarin vortragen werden.
Eine gemeinsame Veranstaltung von: Literaturforum im Brecht-Haus, Literaturhaus Berlin, Literarisches Colloquium Berlin, Literaturwerkstatt Berlin, LesArt, Akademie der Künste und Stiftung Preußische Seehandlung.