Deutsch – Sprache der Ideen

Georges-Arthur Goldschmidt (Paris) im Gespräch mit Lothar Müller

Franz Kafka ist einer der Fixsterne der deutschsprachigen Literatur – nicht nur des 20. Jahrhunderts. »Das Schloss«, »Der Prozess« oder Gregor Samsa, der Protagonist der Erzählung »Die Verwandlung«, gehören zum Kanon des bildungsbürgerlichen Wissens. Der 1928 in Reinbek bei Hamburg geborene Romancier, Essayist und Übersetzer Georges-Arthur Goldschmidt, der als Elfjähriger in die Emigration nach Frankreich geschickt wurde und in einem katholischen Kloster versteckt das Ende des Naziterrors erlebte, hat die Erfahrungen seiner Kafkalektüren in einem soeben erschienenen Essay »Kafka Lesen« aufgeschrieben. Georges-Arthur Goldschmidt nimmt Kafka beim Wort. Was Kafka schreibt, ist, was es ist – es gibt kein Jenseits der Sprache. »Meistens wohnt der den man sucht nebenan. Kafka lesen« (aus dem Französischen übersetzt von Brigitte Große) ist eine mitreißende Einladung, Kafka wieder und wieder zu lesen. Das Buch setzt Goldschmidts »Sprachspekulationen« fort, die er in der Gegenüberstellung des Deutschen und des Französischen anhand der Sprache (und Übersetzung) Sigmund Freuds anstellte. Mit Georges-Arthur Goldschmidt spricht der Literaturredakteur der Süddeutschen Zeitung Lothar Müller.

In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt.

24.11.10

Mittwoch

Ort

Besucherzentrum im Lichthof des Auswärtigen Amts · Werderscher Markt 1 · 10117 Berlin

Teilnehmer•innen

Georges-Arthur Goldschmidt, Lothar Müller

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