Der Pfeifenraucher steht am Bahnhof Zoo und schaut Europa an

Mit Irina Liebmann und Ingo Schulze
Moderation: Marie Luise Knott

»Ich fürchte, Du wirst mir nicht glauben: ich habe Berlin liebgewonnen.« Im Romanischen Café formulierte Ilja Ehrenburg 1923, was auf viele osteuropäisch-jüdische Migranten der 1920er Jahre zutraf: wenn auch nicht unbedingt ein Sehnsuchtsort, so war Berlin doch mehr als nur Asyl. In Tagebüchern, Zeitungsartikeln und literarischen Texten beschrieben ankommende oder durchreisende Migranten wie Fischel Schnersohn, Joseph Roth, Lew Lunz oder Ossip Mandelstam ihren Berliner Alltag zwischen Heimweh, Zugehörigkeit und Isolation – auf Russisch, Jiddisch, Hebräisch und Deutsch. Das LCB und das Jüdische Museum Berlin laden mit dieser Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung »Berlin Transit« dazu ein, gemeinsam mit Irina Liebmann, Ingo Schulze und Marie Luise Knott einige der Stimmen aus dem Berlin der 1920er Jahre neu zu entdecken und auf ihre Aktualität zu prüfen.

31.05.12

Donnerstag

Ort

Jüdisches Museum Berlin · Lindenstr. 9-14 · 10969 Berlin, Altbau, Großer Saal 2.OG

Teilnehmer•innen

Ingo Schulze, Irina Liebmann, Marie Luise Knott

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