Denis Johnson: »Already Dead«

Lesung: Denis Johnson
Moderation: Jeffrey Eugenides

Der 1949 in München als Sohn eines amerikanischen Offiziers geborene und heute im Norden Idahos lebende Denis Johnson spürt in seinen Büchern dem zweiten Gesicht der Vereinigten Staaten nach: der Welt der Outsider und Entwurzelten, den Nachtgestalten, die ihr Heil in Drogen, Kriminalität und Esoterik suchen. Die Grenzen zwischen Einsamkeit, Glaubenssehnsucht und Wahnvorstellungen verschwimmen in dem 600-Seiten-opus »Already Dead« (»Schon tot«, aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell, Alexander Fest Verlag 2000), das den düsteren Grundton in dem Untertitel »A Californian Gothic« bereits andeutet. Die eigentümliche Kraft seiner Sprache, Johnsons Gespür für die Konstellation von Orten, Personen und Phantasmen machen ihn zu einem der bemerkenswertesten zeitgenössischen Autoren der USA. Der Durchbruch bei den deutschen Lesern gelang Johnson mit seinem Debut »Angel« aus dem Jahr 1983, das erst 2001 in deutscher Übersetzung (»Engel«, A. Fest Verlag) erschienen ist. Zwei weitere, in deutscher Übersetzung längst vergriffene Romane erscheinen demnächst bei Rowohlt in Neuausgaben. Die Lesung wird moderiert von dem in Berlin lebenden Schriftsteller Jeffrey Eugenides, der für »The Virgin Suicides« und jüngst für den Roman »Middlesex« (dt. Ü. im Herbst, ebenfalls bei Rowohlt) in den USA gefeiert wurde.

20.01.03

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Denis Johnson, Jeffrey Eugenides

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