Das zweite Buch: Christof Hamann, Andrea Paluch und Robert Habeck

Deutsche Geschichte(n)

Moderation: Martin Hielscher

»Rassenkrieg gegen die Herero. Südwestafrika 1904 bis 1908: Der erste deutsche Völkermord«. Unter diesem Titel entwickelte der Historiker Jürgen Zimmerer unlängst in der SZ seine Thesen zum ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Wir widmen uns dem Kolonialismus-Thema im Spiegel zeitgenössischer Romane. Dazu haben wir einen jungen Autor und ein noch jüngeres Autorenduo eingeladen, die sich in ihren neuen Prosawerken mit diesem Kapitel der deutschen Geschichte auseinandergesetzt haben.

Christof Hamann (»Fester«, Steidl 2003) hat in diesem Kontext eine Satire über fragwürdige Denk- und Verhaltensmuster entworfen, in deren Zentrum die phantastisch-realistischen Reisen des einfach nicht totzukriegenden Anti-Helden Sebastian Fester stehen. Andrea Paluch und Robert Habeck (»Der Schrei der Hyänen«, Piper 2004) erzählen dagegen die Geschichte dreier Generationen von Frauen, deren ungewöhnliches Schicksal im kolonialen Afrika seinen Anfang nimmt.

Es moderiert Martin Hielscher (C.H. Beck Verlag), der bereits vor 25 Jahren Uwe Timms »Morenga« lektorierte, einen der nach wie vor wichtigsten deutschsprachigen Romane zum Kolonialismus im ehemaligen »Deutsch-Südwestafrika«. Das Thema ist Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe von »Sprache im technischen Zeitalter« (Nr.168).

01.03.04

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andrea Paluch, Christof Hamann, Martin Hielscher, Robert Habeck

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