Das Werk: Marlene Streeruwitz

Marlene Streeruwitz in Lesung und Gespräch
Moderation: Christian Metz

Marlene Streeruwitz ist eine der vielseitigsten, sprachschöpferischsten und streitbarsten Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Seit 1986 veröffentlicht sie literarische Texte; zunächst trat sie als Hörspiel- und Theaterautorin hervor, seit Mitte der 90er Jahre dann auch mit ihrem facettenreichen und immer wieder Genregrenzen in Frage stellenden Prosawerk. Immer hat sie ihr Schreiben theoretisch reflektiert, davon zeugen ihre zahlreichen Essays, Reden und Texte zur Poetik. Es gehe ihr darum, sagte Marlene Streeruwitz in einem Gespräch, das 1997 in der Emma veröffentlicht wurde, »für das, was bisher nicht gesagt werden konnte, einen Ausdruck zu finden«. Dabei hat sie ihren eigenen Stil für die Themen und Stoffe ihrer Literatur gefunden, eine »verletzte Sprache, die ganzen Sätzen misstraut, weil diese mit ihrer heilen Oberfläche eine Aussagesicherheit versprechen, die sie nicht halten können« (FAZ). Es sind gesellschaftliche Strukturen, die sich in der Sprache festgesetzt haben, Macht und Ohnmacht, Kontrolle und Gewalt, die Marlene Streeruwitz mit aufklärerischer Verve zu ihrem Thema macht. Und es ist immer wieder der kulturell fest verankerte männliche Blick auf Welt und Gesellschaft, den sie aufdeckt und dekonstruieren will. Der Frankfurter Literaturwissenschaftler Christian Metz unterhält sich mit der Autorin über ihr Werk.

23.07.13

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Christian Metz, Marlene Streeruwitz

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