Das Glück der kurzen Form

Jan Brandt, Martin Lechner und David Wagner in Lesung und Gespräch
Moderation: Anne-Dore Krohn

»Was die Prosa-Kunst angeht, sind Publikum und Kritik in diesen Zeiten doch recht romanfixiert. Dabei entstehen Saison für Saison wunderbare Bände mit Erzählungen, Prosaminiaturen, Skizzen und Kürzestgeschichten. Drei herausragende Bände stellen wir am heutigen Abend vor. »Wahre Geschichten aus Los Angeles« verspricht der Untertitel von Jan Brandts neuem Buch »Stadt ohne Engel«. Dieses Text-Kaleidoskop versammelt literarische Reportagen, Kritiken und Essays. Persönliche Begegnungen und Beobachtungen verbinden sich mit Zeitungsartikeln, Twitter-Meldungen und Facebook-Einträgen zu einem kollektiven Rauschen aus dem Innenleben dieses aberwitzigen Stadt-Gebildes. An sehr viele sehr unterschiedliche Orte nimmt uns David Wagners »Ein Zimmer im Hotel« mit. Mehr als einhundert Hotelzimmer, wie jeder sie kennt und so doch noch nie gesehen hat, beschreibt das Buch, das aufregend und anregend lauter Sensationen des Gewöhnlichen beschreibt – eine Schule des Wahrnehmens. 63 Texte auf knapp 170 Seiten bietet der Erzählungsband »Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen« von Martin Lechner. Gerade einmal drei Zeilen umfasst der kürzeste Text, der längste 14 Seiten. Die Leserinnen erwartet ein grandioses Feuerwerk von Einfällen, Hirngespinsten, Miniromanen und aberwitzigen Szenen, die die Phantasie auf Touren bringen: Es lebe die kurze Prosa!

26.10.16

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Anne-Dore Krohn, David Wagner, Jan Brandt, Martin Lechner

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