Buchpremiere: »Nichts als Gespenster«

Lesung: Judith Hermann
Moderation: Jörg Magenau

»Es gibt keine andere junge Erzählerin mit einer so ausgeprägten eigenen Stimme. (…) Auf kein Buch wird so lautstark gewartet, wie auf ihr nächstes.« (Jörg Magenau, FAZ) Jetzt ist es endlich so weit: Judith Hermann, 1970 in Berlin-Neukölln geboren, legt nach ihrem Sensationserfolg »Sommerhaus, später« (Collection S. Fischer 1998) unter dem Titel »Nichts als Gespenster« (S. Fischer 2003) sieben neue Erzählungen vor. Das Warten hat sich gelohnt. Denn Judith Hermann stellt erneut eindrucksvoll unter Beweis, daß sie rätselhaft klare, wunderbar rhythmisierte Geschichten über das bisweilen gespenstisch anmutende Leben erzählen kann; Geschichten, getragen von tagheller Mystik, die trotz oder gerade aufgrund ihrer unsentimentalen Färbung berühren. Unüberhörbar der ihr eigene Sound, gekonnt gesetzt die vielsagenden Leerstellen, ein Tummelplatz für aufschlußreiche Projektionen der Leser: »Ruth sagte »Versprich mir, daß Du niemals etwas mit ihm anfangen wirst«. Ich erinnere mich, wie sie aussah dabei.« So beginnt die erste Erzählung des Bandes, lesen wird Judith Hermann die letzte, sie heißt »Die Liebe zu Ari Oskarsson«.

In Kooperation mit dem S. Fischer Verlag und den Sophiensælen, Berlin-Mitte.

10.02.03

Montag

Ort

Sophiensäle · Berlin-Mitte

Teilnehmer•innen

Jörg Magenau, Judith Hermann

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