Brücke Berlin Preis 2012

ʺParallelgeschichtenʺ

Mit den Preisträgern Péter Nádas und seiner Übersetzerin Christina Viragh
Gesprächspartner: Christina Viragh und Katharina Raabe

Der ungarische Autor Péter Nádas und seine Übersetzerin Christina Viragh werden für den Roman »Parallelgeschichten«, der 2012 in deutscher Übersetzung im Rowohlt Verlag erschienen ist, mit dem diesjährigen Brücke Berlin Preis ausgezeichnet. Dieser Jahrhundertroman schildert – in den Worten der Jury – »mit nicht nachlassender emotionaler und intellektueller Intensität wie Empathie die Beziehungen zwischen Lebenden und Toten, Ereignissen und Menschen, Ideologien und Gefühlen im 20. Jahrhundert. Mutig, zupackend und gedanklich präzis vermittelt Christina Viraghs Übersetzung das Oszillieren dieser Prosa. Sie erlaubt es, einem Stimmenreichtum genießend wie denkend zu folgen, in dem sich Äußeres und Inneres, Physisches und Psychisches, Reales und Imaginäres ständig gegenseitig erhellen. Péter Nádas lässt den Roman, wie wir ihn kennen, hinter sich. Nie ist die Unterwerfung des Körpers und der Seele durch die Gewalt und die Ideologien des 20. Jahrhunderts so subtil, so überzeugend und so zartfühlend dargestellt worden.« Selten ist der weltliterarische Rang eines Romans so einhellig und über Grenzen hinweg (auch die englische und die französische Übersetzung liegen mittlerweile vor) gewürdigt worden. In unserer öffentlichen Begleitveranstaltung kommen die Preisträger selbst zu Wort. In zwei Etappen umkreisen wir die »Parallelgeschichten«, die sich »wie ein Lebewesen immer und immer wieder dem kontrollierenden Zugriff entziehen« (C. Viragh).

In Zusammenarbeit mit der BHF-BANK-Stiftung.

14.00 Uhr Péter Nádas und Christina Viragh. Ein Zwiegespräch
14.45 Uhr Christina Viragh im Gespräch mit Katharina Raabe

05.06.12

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Christina Viragh, Katharina Raabe, Péter Nádas

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