Autoren im Haus (I)

Die Berlin-Stipendiaten Annette Mingels und Michael Stauffer in Lesung und Gespräch

In zwei Veranstaltungen stellen wir die jungen deutschsprachigen Autorinnen und Autoren vor, die derzeit als Aufenthaltsstipendiaten im LCB zu Gast sind. Annette Mingels legte mit »Der aufrechte Gang« (DuMont) im März dieses Jahres ihren dritten Roman vor. Der knappe, distanzierte Stil und der ruhige und dennoch in die Erzählung ziehende Rhythmus ihrer Sprache bilden den formalen Halt, in dem eine Geschichte von Tod und unmöglicher Liebe in ihrer ganzen Wucht erfahrbar wird. Mühelos meistert der 1972 geborene Schweizer Michael Stauffer mit seinen Erzählungen den Spagat zwischen Erkenntniskritik und einer bestechenden Unmittelbarkeit der Wahrnehmung. Schon der Titel des 2003 erschienen Bands »Haus gebaut, Kind gezeugt, Baum gepflanzt. So lebt ein Arschloch. Du bist ein Arschloch.« reißt den Leser in eine radikal-klare Sprachwelt, die angreift, herausfordert und zugleich den Glücksmoment einer lebendigen, rastlos nach Befreiung vom Irrsinn der Normalität suchenden Erfahrung bietet. Soeben ist »Normal. Vereinigung für normales Glück« im Verlag Urs Engeler erschienen.

Die Berlin-Stipendien im LCB werden von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie von der Stiftung Pro Helvetia vergeben.

21.11.06

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Annette Mingels, Michael Stauffer

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