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Aufbrüche
Drago Jančar
Zora del Buono

Aufbrüche

VOR ORT
Zora del Buono und Drago Jančar
in Lesung und Gespräch
Moderation: Amalija Maček

Erst Dissident in Zeiten eines eisernen Kommunismus, wurde er während des Bosnien-Krieges zum entschiedenen Kritiker Handkes. Drago Jančar war engagierter Mitstreiter des Kreises rund um die Zeitschrift Nova revija, ein wirklicher Wegweiser in die so ersehnte Demokratie, die dann so manchen im Nachhinein enttäuschte. In diesem Jahr feiert Slowenien dreißig Jahre Unabhängigkeit. Es war ein Befreiungsakt, der auf der sogenannten »Schriftstellerverfassung« aus dem Jahr 1988 basierte, für die Jančar federführend war. Über diese Zeit, über die Wahrnehmung des Mauerfalls im damaligen Jugoslawien und auch über die heutige Situation in den Balkanländern spricht er mit der Schriftstellerin Zora del Buono, die zur Zeit des Mauerfalls in Berlin Architektur studierte, im Wendeberlin als Bauleiterin arbeitete und heute noch in Kreuzberg lebt. Die Schweizerin hat italienische und slowenische Wurzeln, ihre Großmutter stammt aus dem Sočatal, jener Gegend, die während des 1. Weltkriegs zum Schauplatz der berüchtigten Isonzo-Schlachten wurde. Ebendiese Großmutter ist die Heldin von del Buonos neuestem Roman »Die Marschallin«, in dem es um die Geschehnisse und Verblendungen des 20. Jahrhunderts geht, um Partisanen und – natürlich – um Josip Broz Tito. In Zusammenarbeit mit dem Slowenischen Kulturzentrum SKICA Berlin.

Hinweise zum Besuch der Veranstaltungen

09.12.21

Donnerstag, 19:30 Uhr

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

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8 € / 5 €

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Teilnehmer•innen

Zora del Buono, Drago Jančar, Amalija Macek

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