Auf Wiedervorlage: Heimito von Doderer

In Lesung und Gespräch: Eva Menasse und Klaus Nüchtern

Ausgangspunkt ist ein neuer Band der Reihe »Leben in Bildern« des Deutschen Kunstverlags, herausgegeben von Dieter Stolz. Eva Menasse widmet sich in ihm Heimito von Doderer, der vor 120 Jahren geboren wurde und vor 50 Jahren starb. Bis in seine Fünfziger lag das verwöhnte Nesthäkchen noch seiner reichen Familie auf der Tasche. Dann wurde der österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer mit außergewöhnlichen Romanen und Erzählungen blitzartig berühmt. Eva Menasse plädiert leidenschaftlich für die Wiederentdeckung von Doderers vielgestaltigem Werk, das größte Gegensätze mühelos verbindet, formal avanciert, wahnsinnig komisch und sprachlich bildschön. Überdies zeigt sie Doderer, wie er mit Pfeil und Bogen posiert, zur sexuellen Stimulation mittelalterliche Märtyrerszenen nachspielt – Samtpeitsche inklusive – und bei Wutanfällen Teekannen exekutiert. Eva Menasse, von der zuletzt der Roman »Quasikristalle« und der Essayband »Lieber aufgeregt als abgeklärt« erschienen sind, spricht mit dem Journalisten Klaus Nüchtern, bekannt durch seine Arbeit für die Wiener Stadtzeitung »Falter«.

In Zusammenarbeit mit der Heimito-von-Doderer-Gesellschaft.

23.05.16

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Eva Menasse, Klaus Nüchtern

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