Auf Wiedervorlage: Dante

Dantes »Göttliche Komödie«

Gespräch und Lesung mit Sibylle Lewitscharoff und Jürgen Trabant
Moderation: Maike Albath

Balzacs »Verlorene Illusionen«, über die im Dezember Hans Ulrich Gumbrecht und Melanie Walz ins Gespräch kamen, waren der Auftakt der Reihe »Auf Wiedervorlage«. Diese setzt sich nun fort mit Dantes »Göttlicher Komödie« – sie bildet den Ausgangspunkt von Sibylle Lewitscharoffs kommendem Roman, in den wir an diesem Abend schon erste Einblicke erhalten: Die »Divina Commedia« hat weltweit eine ungeheure Zahl an Übersetzungen hervorgerufen, insbesondere im Deutschen. In Rom, bei den Maltesern, an hochgestimmtem Ort auf dem aventinischen Hügel, versammeln sich Danteforscher aus verschiedenen Ländern zu einem Kongress. Und dort, zu Pfingsten 2013, ereignet sich ein neues Wunder, nicht zuletzt ein Sprachwunder… Gesprächspartner des Abends ist der Romanist und Sprachwissenschaftler Jürgen Trabant, Emeritus der FU Berlin und Professor für »European Plurilinguism« an der Jacobs-University. Seit jeher ein Dante-Leser, betrachtet er den florentinischen Dichter aus sprachphilosophischer Perspektive. Denn Dante verbindet lateinische Gelehrsamkeit und volkssprachliche Dichtung, er schrieb sowohl auf Lateinisch als auch auf Italienisch. Dass er sich mit seiner »Göttlichen Komödie« in der Volkssprache an eine neue städtische Leserschaft richtete, war ein Wagnis, das er durch eine Theorie der Volkssprache rechtfertigen musste. Das Gespräch moderiert die Italianistin und Literaturkritikerin Maike Albath.

In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut.

27.04.15

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Jürgen Trabant, Maike Albath, Sibylle Lewitscharoff

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