Anne Weber: »Kirio«

Anne Weber in Lesung und Gespräch
Moderation: Thorsten Dönges

Anne Weber ist nicht nur als Grenzgängerin zwischen deutscher und französischer Sprache und Literatur bekannt – auch als Erfinderin ungewöhnlicher Erzählsituationen und Erzählformate hat sich die in Offenbach geborene, seit vielen Jahren in Paris lebende Schriftstellerin und Übersetzerin seit ihrem wunder-vollen Debüt »Ida erfindet das Schießpulver« (1999) einen Namen gemacht. »Luft und Liebe« (2009) und »Tal der Herrlichkeiten« (2012) erzählten von Liebe und Enttäuschung, Dauer und Vergänglichkeit. Mit ihrem 2015 veröffentlichten Zeitreisetagebuch »Ahnen« begab sie sich so präzise wie ausschweifend auf die Suche nach der Geschichte und den Geschichten ihrer Vorfahren. In diesem Frühling nun legt sie mit »Kirio« (S. Fischer) einen Roman vor, der an die uralte Tradition des Heiligenlebens anknüpft — allerdings auf hochmoderne und oftmals sehr komische Weise. Kirio ist ganz ohne Arg, er tut das Gute, ohne es zu wollen noch zu wissen. Nebenbei spielt er Flöte und stellt die Welt auf den Kopf. Wer aber ist der Unbekannte, der von ihm erzählt? Ob sich das herausfinden lassen wird?

06.04.17

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Anne Weber, Thorsten Dönges

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