American Chapter: »Mindestens tausend Verwandte«

Lesung: Askold Melnyczuk
Moderation: Frank Heibert

Übersichtlich und einfach war die Welt des Kalten Krieges. Es gab zwei große Blöcke; hier der Westen, dort der Osten, und ganz im Osten lag das Riesenreich der Sowjetunion. Das Bewußtsein, daß sich diese Union aus vielen unterschiedlichen Teilen zusammensetzte, war in den USA durch die vielen Einwanderer seit je präsenter als bei uns. Viele Schriftsteller besinnen sich heute ihrer Wurzeln und widmen sich der Welt ihrer Vorfahren. Der 1954 in New Jersey geborene Askold Melnyczuk, dessen Roman »Mindestens tausend Verwandte« soeben bei Deuticke (aus dem Amerikanischen von Martin Amanshauser) erschienen ist, schildert in einem großen Erzählbogen die Geschichte einer ukrainischen Auswandererfamilie im 20. Jahrhundert. Der Roman oszilliert zwischen Tragik und Komik; es stellt sich heraus, daß sich die Geister, denen die Familie durch die Auswanderung zu entkommen sucht, auch in der Neuen Welt einstellen.

In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Amerikanischen Botschaft und dem Deuticke Verlag.

24.10.06

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Askold Melnyczuk, Frank Heibert

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