Alfred Andersch – Max Frisch

Ausstellungseröffnung mit Jan Bürger, Heike Gfrereis, Ariane Koch und Annette Korolnik
Gespräch, Lesung und Eröffnung der Ausstellung
Alfred Andersch: Fotostreifen

Alfred Andersch und Max Frisch verband eine komplizierte ‚Arbeitsfreundschaft‘. Der von Jan Bürger herausgegebene Briefwechsel zeugt vom politischen Zeitgeist, vom schriftstellerischen Anspruch und dem Temperament dieser zwei so unterschiedlichen Schriftsteller. Jan Bürger, Heike Gfrereis (beide DLA Marbach) und die Schweizer Autorin Ariane Koch lesen und kommentieren ausgewählte Briefe. Mit der Künstlerin Annette Korolnik, Tochter von Alfred Andersch, sprechen Heike Gfrereis und Jan Bürger zuvor über die Fotografien ihres Vaters; außerdem über Anderschs diffizile Schweizer Einbürgerung, zu der im LCB zum ersten Mal Originaldokumente zu sehen sind. Ausgangspunkt des Abends ist die Eröffnung der von Heike Gfrereis für das Marbacher Literaturmuseum der Moderne kuratierte Ausstellung Alfred Andersch: Fotostreifen. »Ich beobachtete die Entwicklung der Streifen, und wenn mir die Gradation in ihren zarten Abstufungen völlig geglückt erschien – der lange blonde Cheflaborant Brandt wies mir immer wieder nach, daß davon noch keine Rede sein könne.« Wie sein Ich-Erzähler in »Die Kirschen der Freiheit« (1952) hat Andersch in einem Fotolabor gearbeitet und selbst fotografiert. Rund 1.000 Schwarz-Weiß-Aufnahmen haben sich erhalten, vor allem Landschaftsaufnahmen von seinen Reisen, entwickelt als kleinformatige Fotoserie auf meist 19 mal 3,5 Zentimeter großen Papierstreifen. Die ersten Aufnahmen entstanden 1947/48, die letzten 1960.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach.
Die Ausstellung ist vom 27.11.2014 bis zum 20.2.2015 vor und nach den Abendveranstaltungen, bzw. nach telefonischer Voranmeldung (030-8169960) zu sehen.

27.11.14

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Annette Korolnik, Ariane Koche, Heike Gfrereis, Jan Bürger

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