Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Auswärtige Amt haben 2007 den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis mit dem Ziel ins Leben gerufen, den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Italien kontinuierlich zu fördern. Mit dem Preis werden erstmalig herausragende Leistungen von Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzern bei der Übersetzung von Neuerscheinungen aus Italien und Deutschland gewürdigt. Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer dienen sinnbildlich als sprachliche Brückenbauer, um Verständnis und Akzeptanz zwischen den Kulturen herzustellen und zu fördern. Diese Vermittlerarbeit zu würdigen, aber auch die Übersetzung als eigenständiges Kunstwerk hervorzuheben, ist Ziel dieses Preises.

Daher werden besonders gelungene Übertragungen literarischer Werke ausgezeichnet, die neben dem außerordentlichen Sprachvermögen einer Übersetzer·in auch eine intensive inhaltliche und ästhetische Auseinandersetzung mit dem Text und seiner Autor·in erkennen lassen. Sowohl der Preis für die beste Übersetzung als auch der Preis für das Lebenswerk sind mit 10.000 € dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis zeichnet im jährlichen Wechsel italienische und deutsche Übersetzerinnen und Übersetzer aus.
2018 ging der Preis nach Italien. Der Preis für die Beste Übersetzung ging an Donata Berra für ihr »La guerra invernale in Tibet« (Adelphi Edizioni), die italienische Version von Friedrich Dürrenmatts Erzählung »Der Winterkrieg in Tibet«. Zur Besten Nachwuchsübersetzerin wurde Daria Biagi mit ihrem »Materia prima« (L’Orma Editore) gekürt, der italienischen Fassung von Jörg Fausers Roman »Rohstoff«.
2020 erhielt Verena von Koskull den Preis für die Beste Übersetzung für die Übertragung des opulenten italienischen Generationenporträts »Die katholische Schule« von Edoardo Albinati. Friederike Hausmann wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Den Förderpreis erhielt Carola Köhler für ihre Übersetzungen der Graphic Novels »Kobane Calling« von Zerocalcare und »Die Tage der Amsel« von Manuele Fior (beide avant-verlag, 2017 und 2018).

Weitere Informationen finden sich auch der Webseite des Deutsch-Italienischen-Übersetzerpreises.

 

Letzte Ausschreibung (2020):

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis 2020 ausgeschrieben

Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Kulturminister Dario Franceschini loben den mit 10.000 € dotierten Deutsch-Italienischen Preis für literarische Übersetzung aus dem Italienischen ins Deutsche aus. Die Verleihung des Preises erfolgt im Frühsommer 2020 in der Italienischen Botschaft in Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin.

Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche, die in den Jahren 2017, 2018 oder 2019 veröffentlicht wurden, können ab sofort bis zum 29. Februar 2020 von Verlagen im deutschsprachigen Raum eingereicht werden. Erwünscht sind Übersetzungen aus den Bereichen belletristische Prosa, erzählendes Sachbuch und Lyrik. Die vorgeschlagenen Übersetzungen sind als gedrucktes Buch (Übersetzung ins Deutsche) in zweifacher Ausfertigung und als pdf-Datei (italienische Originalversion) nebst biobibliographischen Angaben zur übersetzenden Person an das LCB zu senden:

Literarisches Colloquium Berlin
Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis 2020
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
doenges@lcb.de

Kontakt

Thorsten Dönges

+49 (0) 30 816 996 11
doenges@lcb.de

Teilen

360