Albrecht Lempp

Albrecht-Lempp-Stipendium

Über das Albrecht-Lempp-Stipendium

Das Albrecht-Lempp-Stipendium richtet sich an deutsche und polnische Schriftsteller sowie an deutsche Literaturübersetzer aus dem Polnischen und polnische Literaturübersetzer aus dem Deutschen. Es ermöglicht einen einmonatigen Aufenthalt im jeweils anderen Land: In Krakau und im Literarischen Colloquium Berlin. Das Stipendium fördert die Arbeit von Schriftstellern und Übersetzern im Geiste der von Albrecht Lempp vertretenen hohen literarischen Standards. Gleichzeitig soll das Engagement von Albrecht Lempp für den deutsch-polnischen Literaturaustauch gewürdigt werden. Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Polnische Buchinstitut und das Literarische Colloquium Berlin haben das Programm 2013 gemeinsam ins Leben gerufen.

Albrecht Lempp (1953-2012)

Albrecht Lempp war ein herausragender Förderer und Übersetzer der polnischen Literatur in Deutschland. Über viele Jahre lang leitete er die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und prägte die positive Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern maßgeblich. Als Mitbegründer des Polnischen Buchinstituts setzte er neue Standards in der auswärtigen polnischen Kulturpolitik und Literaturvermittlung. Für seine Verdienste wurde er mit dem Transatlantyk-Preis ausgezeichnet.

Preisträger·innen 2020:

Susanne Fritz (geb. 1964), lebt als Autorin in Freiburg/Br. Für den Prosaband „Wie kommt der Krieg ins Kind?“ (Wallstein Verlag 2018), einer Spurensuche über das Schicksal ihrer Mutter und der eigenen Familie im deutsch-polnischen Kontext im 20. Jahrhundert, wurde sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Mit dem Verschwinden der Erlebnisgeneration stellen sich neue Herausforderungen an die Möglichkeiten des Gedächtnisses, des Gedenkens, der Erzählung. Für ihr neues Prosaprojekt „Ein zweites Leben“ wird sich Susanne Fritz in Krakau „auf die Suche nach Fragmenten eines vergessenen, verdrängten, verlorenen Lebens“ begeben.

Jakub Małecki (geb. 1982), ist Schriftsteller und Übersetzer. Autor von zwölf Büchern, darunter „Dygot“ (2015 /„Zittern“) und „Ślady“ (2016 / „Spuren“), die für den NIKE-Literaturpreis nominiert wurden. Seine Bücher werden derzeit ins Slowenische, Russische, Finnische und Niederländische übersetzt. Die deutsche Übersetzung des Romans „Rdza” (2017, „Rost“) wird im Secession Verlag erscheinen.

Preisträger·innen 2019:

Julia Wolf (geb. 1980), lebt als Schriftstellerin in Leipzig. Ihr Debütroman „Alles ist jetzt“ (Frankfurter Verlagsanstalt 2015) wurde mit dem Kunstpreis der Lotto Brandenburg GmbH ausgezeichnet. Der Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ (Frankfurter Verlagsanstalt 2017) wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis prämiert und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017.

Małgorzata Rejmer (geb. 1985) lebt als Schriftstellerin und Reporterin in Tirana. Ihr erster Roman „Toksymia“ wurde zum Literaturpreis Gdynia nominiert. Sie veröffentlichte die Reportagensammlungen „Bukareszt“ und „Błoto słodsze niż miód“. Ihre Bücher wurden ins Rumänische, Serbische, Ukrainische und Spanische übersetzt.

Letzte Ausschreibung (2020):

Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, das Polnische Buchinstitut und das LCB lobten das Albrecht-Lempp-Stipendium 2020 aus. Die Förderung, die an das Engagement des Übersetzers Albrecht Lempp (1953-2012) für den deutsch-polnischen Literaturaustausch erinnert, richtete sich an deutsche und polnische Schriftsteller·innen sowie an deutsche Literaturübersetzer·innen aus dem Polnischen und polnische Literaturübersetzer·innen aus dem Deutschen. Zwei Stipendien (Dotation: 1.200 Euro) für einen jeweils einmonatigen Aufenthalt im anderen Land (im LCB und in Krakau) wurden angeboten. Für die Bewerbung waren – in deutscher oder polnischer Sprache – eine Auflistung bisheriger Publikationen und ein Arbeitsplan an einen der Ansprechpartner·innen per Mail einzureichen: Joanna Czudec (joanna.czudec@fwpn.org.pl), Elżbieta Wierzchowska, (e.wierzchowska@instytutksiazki.pl) oder Jürgen Jakob Becker (becker@lcb.de).

Einsendeschluss war der 6. März 2020.

Preisträger·innen

2020 Susanne Fritz und Jakub Małecki
2019 Julia Wolf und Małgorzata Rejmer
2018
Isabelle Lehn und Zyta Rudzka
2017 Kira Pietrek und Mia Raben
2016 Renate Schmidgall und Marek Zagańczyk
2015 Krystyna Dąbrowska und Tobias Schwartz
2014 Tomasz Różycki und Paulina Schulz
2013 Justyna Bargielska und Armin Senser

Kontakt

Fundacja Współpracy Polsko-Niemieckiej
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Joanna Czudec
Kierownik programowy | Programmleiterin
ul. Zielna 37, 00-108 Warszawa
joanna.czudec@fwpn.org.pl
Tel.: + 48   22 338 62 65
Fax: + 48  22 338 62 01
www.sdpz.org
www.fwpn.org.pl

Polnisches Buchinstitut
ul. Szczepańska 1
Pl 30-001 Kraków
Kontakt: Elżbieta Wierzchowska
e.wierzchowska@instytutksiazki.pl
tel. +48 12 617 19 18

Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5
D-14109 Berlin
Kontakt: Jürgen Jakob Becker
becker@lcb.de
Tel. +49 30 816 99 625

Teilen

360