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Colm Tóibín: »Der Zauberer«
Colm Toibin
»Der Zauberer«

Colm Tóibín: »Der Zauberer«

VOR ORT
Lesung und Gespräch
Moderation: Thomas Böhm
Lesepassagen: Agnes Lampkin

Die internationalen Lesereisen sind zurück. – Den irischen Autor und Übersetzer Colm Toíbín führt die seine an den Wannsee. Im Gepäck hat er – nach seinem vielgerühmten Henry-James-Buch – erneut einen Künstlerroman: Im Mittelpunkt steht nun Thomas Mann – »Der Zauberer« (aus dem Englischen von Giovanni Bandini, Hanser, 2021), wie er von seinen Kindern genannt wurde. Wie viele Gesichter hatte er, der sein Gefühlsleben verborgen hielt, zerrissen zwischen homosexuellem Begehren und familiärem Pflichtgefühl, zwischen Bürgerlichkeit und künstlerischer Askese?

Das Buch spannt einen großen Lebensbogen, der in Lübeck endet, wo bekanntlich auch alles begann: „Thomas lebte noch mehr in einer eigenen Traumwelt als sein Bruder Heinrich oder seine Mutter, oder auch seine Schwestern. Selbst seine Gespräche mit seinem Vater über Speicherhäuser waren lediglich weitere Facetten einer Fantasiewelt, in der er selbst oft als griechischer Gott auftrat oder auch als eine Gestalt aus einem Kindermärchen, oder als die Frau in dem Ölgemälde, das sein Vater im Treppenhaus aufgehängt hatte, mit dem glühenden, begierigen, erwartungsvollen Ausdruck im Gesicht.“

In Zusammenarbeit mit dem Carl Hanser Verlag.

Hinweise zum Besuch der Veranstaltungen

25.10.21

Montag, 19:30 Uhr

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

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8 € / 5€

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Teilnehmer•innen

Colm Tóibín, Thomas Böhm, Agnes Lampkin

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