Nadine Schneider, geboren 1990, studierte Musikwissenschaft und Germanistik. Berufliche Stationen führten sie u. a. an die Komische Oper, an die Vaganten Bühne Berlin und zum Bundeswettbewerb Gesang. 2021 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. »Wohin ich immer gehe« (Jung und Jung, 2021) ist ihr zweiter Roman. Sie erhielt ein Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.
Maria Ursprung, geboren in Solothurn, ist Autorin und Regisseurin. Sie war Hausautorin am Theater St. Gallen in der Spielzeit 2020/21 sowie im Herbst 2021 am DT Berlin im Rahmen des Autor·innenateliers. Neben Theaterstücken schreibt Ursprung Hörspiele fürs Schweizer Radio SRF. Sie erhielt ein Aufenthaltsstipendium mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.
Andrea Tompa, 1971 in Kolozsvár/Cluj-Napoca/ Klausenburg geboren, lebt seit 1990 in Budapest. Sie studierte Slawistik und ist als Theaterkritikerin tätig. »Omertà« ist ihr dritter Roman und ihr erstes ins Deutsche übersetzte Buch; es erscheint im März 2022 in Terézia Moras Übersetzung im Suhrkamp Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Görgün Kenan, geboren 1977, ist Autor von zahlreichen Romanen, Kurzgeschichten und Essays. Darüber hinaus arbeitet er als Drehbuchautor und Filmemacher. Er erhielt ein Stipendium des Ministeriums der Föderation Wallonie-Brüssel.
Amalija Maček, 1971 geboren, lebt als Übersetzerin und Hochschullehrerin in Ljubljana. Ins Slowenische übersetzte sie u. a. Werke von Marlen Haushofer, Ilse Aichinger, Josef Winkler, Daniel Kehlmann und Terézia Mora. Für die Übersetzung von Peter Handkes »Mein Jahr in der Niemandsbucht« (Suhrkamp, 2019) wurde sie mit dem Fabjan-Hafner-Preis 2021 ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts Slowenien und des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv.
Ferenc Szijj, 1958 geboren, ist freier Schriftsteller und Übersetzer. Zwei Prosabände und Gedichte in Prosa (»Sturzlicht«, Droschl, 2005, Ü: Andrea Seidler und György Buda) erschienen in deutscher Übersetzung. Ins Ungarische übersetzte Ferenc Szijj Werke u. a. von Thomas Bernhard, W. G. Sebald und Peter Waterhouse. Er erhielt ein Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung für die Arbeit an der Übersetzung neuester Texte des österreichischen Autors Michael Donhauser.
Alena Talapila, 1984 geboren, hat Werke u. a. von Felix Ackermann, Uwe Rada und Heinrich Böll ins Belarussische übersetzt; im LCB wird sie an einem Roman Friedrich Glausers arbeiten. Sie erhielt ein Schritte-Stipendium der S.Fischer Stiftung.
Die kurdische Autorin Ebru Ojen wurde 1983 geboren, sie schreibt auf Türkisch. Biopolitische Themen und gesellschaftliche Fragen prägen ihr Werk. Ihre drei Romane stießen auf große Resonanz und rückten sie ins Zentrum der jüngeren Literaturszene. Ebru Orjens Aufenthalt ist Teil des Projekts Literature beyond borders, gefördert von der Allianz Kulturstiftung.
Der Istanbuler Autor Ayhan Geçgin, geboren 1970, hat fünf Romane veröffentlicht. Für das zuletzt erschienene Werk »Bir Dava« (»Ein Prozess«) erhielt er 2020 den renommierten Orhan Kemal Novel Award. Geçgin studierte Philiosophie und ist auch als Essayist bekannt. Sein Aufenthalt ist Teil des Projekts Literature beyond borders, gefördert von der Allianz Kulturstiftung.
Sîdar Jîr, ein wichtiger Vertreter der kurdischen Literatur, wurde 1980 geboren und lebt heute in Diyarbakır. Nach mehreren Bänden mit Kurzgeschichten und der Essaysammlung »Nasnameya Wêjeyê« (»Die Identität der Literatur«) veröffentlichte er 2021 seinen ersten Roman »Şerm« (»Scham«). Sîdar Jîr ist auch als Übersetzer aus dem Türkischen und Englischen tätig. Mit freundlicher Unterstützung der S. Fischer Stiftung.
Slata Roschal, geboren 1992 in Sankt Petersburg, studierte in Greifswald und promovierte an der LMU München. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 2019 erschien der Lyrikband »Wir verzichten auf das gelobte Land« (Reinecke & Voß), 2021 »Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus« (hochroth München). Im Frühjahr 2022 erscheint nun ihr Roman »153 Formen des Nichtseins« (homunculus Erlangen). Sie erhielt das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.
Stjepanka Pranjković, 1990 geboren, lebt als Übersetzerin und Dolmetscherin in Zagreb. Zu den von ihr übersetzten Autor·innen gehören Gertraud Klemm, Angela Lehner, Elias Hirschl, Julya Rabinowich und Mareike Fallwickl. Sie erhielt ein Schritte-Stipendium der S. Fischer Stiftung.
Hans Depelchin, 1991 geboren, ist Autor und Performer. 2020 erschien sein Roman »Weekdier«, im kommenden Jahr folgt sein erster Gedichtband. Mehr über den Autor: www.hansdepelchin.com. In Zusammenarbeit mit PassaPorta, Brüssel.
Der flämische Autor Toon Horsten, geboren 1969, arbeitet als freier Publizist und Autor. In deutscher Übersetzung erschien in diesem Jahr »Der Pater und der Philosoph« (Galiani Berlin, Ü: Marlene Müller-Haas), die Geschichte der abenteuerlichen Rettung der nachgelassenen Schriften Edmund Husserls durch einen flämischen Franziskanermönch, auf die Toon Horsten bei Recherchen in der eigenen Familiengeschichte stieß. In Zusammenarbeit mit PassaPorta, Brüssel.
Martyna Bunda, 1975 in Danzig geboren, ist Schriftstellerin und Journalistin und leitet den Lokalteil der polnischen Tageszeitung Polityka. Ihr Debütroman »Nieczułość« (2017) erschien 2019 unter dem Titel »Das Glück der kalten Tage« in Bernhard Hartmanns deutscher Übersetzung im Suhrkamp Verlag. Nach »Kot niebieski« (2020) arbeitet sie nun an ihrem dritten Roman. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Artur Klinau, geboren 1965, ist Schriftsteller und Architekt und gilt als einer der wichtigsten Künstler in Belarus. In deutscher Übersetzung erschienen 2006 »Minsk. Sonnenstadt der Träume« (edition suhrkamp, Ü: Volker Weichsel), 2015 der Roman »Schalom« (edition FotoTapeta, Ü: Thomas Weiler) und in diesen Tagen »Acht Tage Revolution. Ein dokumentarisches Journal aus Minsk« (edition suhrkamp, Ü: Volker Weichsel und Thomas Weiler). Angekündigt ist die deutsche Übersetzung seines Romans »Lokisaŭ«, der im vergangenen Jahr erschienen ist und einen Aufstand in einer kleinen Stadt in Belarus beschreibt – künftige Ereignisse vorwegnehmend. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Andrea Geißler, geboren 1986, ist Autorin und Radio-Redakteurin beim Hessischen Rundfunk. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Hörspiele. 2010 war sie Preisträgerin beim Literaturpreis Nord-Ost. Ihr Hörspiel-Debüt »Hyperbolische Körper« wurde mit dem Publikumspreis der ARD Hörspieltage 2020 ausgezeichnet. Als Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung promoviert sie über die Einflüsse der arabischen Halqa und des europäischen Harlekins auf eine postkoloniale Theatergeschichte des Mittelmeerraums. Sie erhielt das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.
Priya Basil ist Schriftstellerin, Aktivistin und Mitbegründerin der NGO WIR MACHEN DAS. Ihre Essays sind in Lettre International, Die Zeit und The Guardian veröffentlicht worden. Priya Basil sitzt im Beirat des European Centre for Constitutional and Human Rights und ist Initiatorin der Kampagne »Ein Feiertag für Europa«. Ihr neuestes Buch »Im Wir und Jetzt, Feministin werden« (Aus dem Englischen von Beatrice Faßbender, Suhrkamp, 2021) verbindet kraftvoll das Persönliche mit dem Politischen. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Priya Basil an der digitalen Residenz Room. Make or take? teil.
Imre Bartók, 1985 geboren, ist Autor von sieben Romanen (zuletzt »Lovak a folyóban« / »Pferde im Fluss«, 2021), von Lyrik, einem Theaterstück und eines Kinderbuchs. 2020 erhielt er das Péter Horváth-Stipendium. Digitale Residenz mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Billy-Ray Belcourt ist Lyriker und Wissenschaftler und gehört der indigenen Bevölkerungsgruppe Driftpile Cree Nation an. Zurzeit arbeitet er als Juniorprofessor für indigenes kreatives Schreiben an der University of British Columbia Vancouver. Belcourt beschäftigt sich mit Themen wie Dekolonialisierung, Trauer und queerer Sexualität. Seine Gedichtbände »This Wound Is a World« (Frontenac House, 2017) und »NDN Coping Mechanisms« (House of Anansi Press, 2019) wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Billy-Ray Belcourt an der digitalen Residenz Room. Make or take? teil.
Sasha Filipenko, geboren 1984, ist ein belarussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Drei Romane liegen in deutscher Übersetzung vor: »Der ehemalige Sohn«, »Rote Kreuze« und demnächst auch »Die Jagd« (Diogenes Verlag), aus dem Russischen übersetzt von Ruth Altenhofer. Digitale Residenz mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
Intan Paramaditha ist Schriftstellerin und Dozentin. 2018 erschien ihre Kurzgeschichtensammlung »Apple and Knife«. Für ihren Roman »The Wandering« (Harvill Secker, 2020, aus dem Indonesischen übersetzt von Stephen J. Epstein) erhielt sie zahlreiche Preise. Intan Paramaditha hat einen Doktortitel der New York University und lehrt Medien- und Filmwissenschaft an der Macquarie University, Sydney. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Intan Paramaditha an der digitalen Residenz Room. Make or take? teil.
Adania Shibli, geboren 1974 in Palästina, schreibt Romane, Theaterstücke, Kurzgeschichten und erzählende Essays. Zuletzt erschien ihr Roman »Tafsil Thanawi« (Al-Adab, 2017, Eng. »Minor Detail«, 2020), der 2020 für den National Book Award und 2021 für den International Booker Prize nominiert wurde. Seit 2012 unterrichtet Shibli regelmäßig an der Birzeit University, Palästina. Im Herbst 2021 wurde sie als Friedrich Dürrenmatt-Gastprofessorin für Weltliteratur an die Universität Bern eingeladen. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Adania Shibli an der digitalen Residenz Room. Make or take? teil.
Julia Haenni, geboren 1988, lebt und arbeitet als freie Autorin, Regisseurin und Performerin. Ihr Stück »frau im wald« wurde zum Heidelberger Stückemarkt und zum Drama Fest in Mexiko City eingeladen. In der Spielzeit 2018/19 war sie Hausautorin am Konzert Theater Bern. Ihr Stück »frau verschwindet (versionen)« wurde mit dem Berner Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Ebenfalls 2020 erschien mit »kiosktexte« (edition taberna kritika) ihre erste Publikation mit kurzen Auftrags- und Spoken Word-Texten. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.
Ronya Othmann, geboren 1993, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie erhielt u. a. den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, den Lyrik-Preis des Open Mike und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. Sie schreibt für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Kolumne »Import Export«. 2020 erschien im Hanser Verlag ihr Debütroman »Die Sommer«, für den sie mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. Im Herbst 2021 folgte ihr Lyrikband »die verbrechen«, der den Leser·innen karge Landschaften und existenzielle Gefühle vor Augen bringt. Sie erhielt das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.
Weng Yu-Hung aka HOM zeichnet seit 2013 Comics, u. a. »Big City, Little Things« (übers. v. Nick Stember, China Times, 2015), »The Actor«, und »The Priceless Painting – Paris’s Light Chaser«, eine Kooperation mit dem National Taiwan Museum of Fine Arts. HOM kreierte Werbeillustrationen, war Finalistin und Gewinnerin vieler Golden Comic Awards und arbeitete als Comic-Lehrerin und Jurorin für zahlreiche Wettbewerbe. Von 2017 bis 2018 lebte sie in Angoulême, Frankreich, seit 2020 repräsentiert sie Taiwan und Thailand im Rahmen von Austauschveranstaltungen. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums Taiwan.
Yang Chih-Chieh, wurde 1985 in Taipeh, Taiwan, geboren. Er ist Autor mehrerer Gedichtsammlungen, u. a. »Deeper«, »Ning« und »Strays and Blue Skies«. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums Taiwan.
Salizan Takisvilainan, chinesischer Name Chao Tsong-Yi, gehört dem Stamm der Nakahila in der Gemeinde Chuohsi, Hualien, an und ist Bunun-Dichter und Schriftsteller. Er arbeitet als Manager der Xiangyang-Hütte, als Direktor des Tastubuqul tu maduq i malas, das unabhängige Publikationen in den Stammessprachen herausgibt, sowie als Bergführer und -träger. Für seine Gedicht- und Prosasammlungen wurde er u. a. 2016 mit dem Taiwanese Literature Award ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums Taiwan.
Lisa Krusche, geboren 1990, ist Autorin und wurde unter anderen mit dem Edit Radio Essaypreis und dem Deutschlandfunk-Preis bei den 44. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt ausgezeichnet. 2021 erschien ihr Debütroman »Unsere anarchistischen Herzen« bei S. Fischer und das Kinderbuch »Das Universum ist verdammt groß und supermystisch« bei Beltz. Sie erhielt das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.
Asja Bakić, geboren 1982, ist eine bosnisch-kroatische Autorin und Kulturkritikerin. Sie hat bisher einen Gedichtband, einen Essayband über Popkultur und zwei Kurzgeschichtensammlungen publiziert, darunter »Mars«, 2021 in Alida Bremers Übersetzung im Verbrecher Verlag erschienen. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.
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