Mahshid Mirmoezi
Teheran, Iran
Zu Gast im LCB:
März 2026
April 2026
Mai 2026
Mahshid Mirmoezi, 1962 geboren, übersetzt deutschsprachige Literatur ins Persische, u. a. Stefan Zweig, Pascal Mercier und Florian Illies. 2023 wurde sie mit dem Friedrich-Gundolf-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt ein TOLEDO-Mobilitätsstipendium.
»Leben wir den Traum der anderen?«
Beitrag zur RundUmschau, 09.07.2025
»Wann immer ich auf Kolleg·innen aus anderen Ländern treffe – auf der Frankfurter Buchmesse zum Beispiel, im Übersetzerhaus Looren oder im Literarischen Colloquium Berlin – werden bei der Gelegenheit nicht bloß neue Freundschaften geknüpft, Lektüretipps ausgetauscht oder allgemeine Gespräche über das Übersetzen geführt; wir tauschen uns auch über unsere persönlichen Arbeitsprozesse und die Arbeitsbedingungen in unseren Ländern aus. Letztere unterscheiden sich im Iran grundlegend von den Arbeitsbedingungen in anderen Ländern (ich beziehe mich hier explizit auf die professionelle Übersetzung literarischer Werke). Wenn ich den Kolleg·innen erzähle, dass es im Iran meist wir Übersetzerinnen und Übersetzer sind, die das Buch auswählen und auch den Verlag, sagen sie: Davon können wir nur träumen! Wenn ich erzähle, dass sogar unser Name auf dem Buchcover steht, heißt es wieder: Du lebst unseren Traum! […]«