Deniz Ohde: »Streulicht« | 2020
Frisch aus dem Archiv #83: Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die Ich-Erzählerin des Romans »Streulicht« (Suhrkamp, 2020) von Deniz Ohde aufgewachsen. Und hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Während sie die alten Wege geht, wird sie mit den Erinnerungen an ihre Familie konfrontiert…
Mit Leo Röcker unterhielt sich die Autorin über die autobiographischen Elemente im Roman, über ihre Herkunft, ihren Bildungsweg und ihr mangelndes Zugehörigkeitsgefühl. Eine Lesung der Reihe zwischen/miete aus dem Literaturhaus Stuttgart: